Anthropic hat am Donnerstag die Nutzungsregeln seiner Modelle aktualisiert und Eingriffe in Wahlen ausdrücklich verboten. Die Änderung legt weitere unzulässige Nutzungsweisen fest: Neben Waffensoftware und Überwachung zählen nun auch anhaltende verbale Angriffe auf das Modell dazu, für deren Verbot das Unternehmen eng gefasste Bedingungen beschreibt.
Verbot von Wählertäuschung und erfundenen Nachrichtenmedien
Mit Eingriffen in Wahlen befasst sich der Abschnitt „Do Not Undermine Democratic Processes“. Er untersagt sowohl die Täuschung von Wählern als auch die Störung von Wahlen.
Andere Abschnitte der Regeln richten sich allgemein gegen Täuschungskampagnen. Zu den verbotenen Nutzungsweisen gehören der Betrieb falscher Konten mithilfe von Claude und die Erstellung erfundener Nachrichtenmedien.
Verbale Angriffe: Nur Extremfälle fallen unter das Verbot
Anthropic erklärt, das Verbot verbaler Angriffe solle nur in Extremfällen greifen, wenn Nutzer die Modelle wiederholt ohne erkennbaren Zweck grausam behandeln. Gewöhnlicher Frust und Widerspruch fallen nicht darunter. Ausgenommen sind auch düstere Themen in kreativen Arbeiten sowie Modelltests und Forschung.
Die Änderung knüpft an die Aktualisierung vom August an: Seitdem wird Claude darauf trainiert, Gespräche mit anhaltend schädlichen oder beleidigenden Interaktionen zu beenden. Die neuen Regeln verbieten Nutzern nun ausdrücklich, solche Unterhaltungen fortzusetzen.



