Amerikaner in Sorge: KI könnte Millionen Arbeitsplätze dauerhaft vernichten!
Künstliche Intelligenz (KI) ist zu einem Thema geworden, das die Welt bewegt und in den USA zahlreiche Fragen und Ängste auslöst. Laut einer neuen Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters und des Unternehmens Ipsos, die sechs Tage dauerte und am 19. August 2025 endete, befürchtet ein großer Teil der Amerikaner, dass diese Technologie den Arbeitsmarkt für immer verändern wird. An der Umfrage nahmen 4.446 erwachsene Befragte aus den gesamten Vereinigten Staaten teil; die Fehlermarge liegt bei rund 2 Prozentpunkten. Werfen wir einen Blick auf die Details, die die Umfrage offenlegte, sowie auf weitere damit zusammenhängende Informationen, die helfen, den größeren Kontext zu verstehen.
Zentrale Erkenntnis der Umfrage: Angst vor dauerhaftem Arbeitsplatzverlust
Die Umfrage ergab, dass 71 % der Befragten befürchten, KI werde dazu führen, dass zu viele Menschen ihren Arbeitsplatz dauerhaft verlieren. Das ist eine enorme Zahl, die zeigt, wie intensiv sich die Menschen mit der Zukunft ihrer Arbeitsplätze beschäftigen. Technologien wie der Chatbot ChatGPT des Unternehmens OpenAI, der 2022 veröffentlicht wurde und zur am schnellsten wachsenden Anwendung aller Zeiten wurde, haben die Tür für große Veränderungen geöffnet. Große Unternehmen wie Meta Platforms, Alphabet (Eigentümer von Google) oder Microsoft folgten rasch und boten eigene KI-Produkte an.
Obwohl die Arbeitslosenquote in den USA im Juli 2025 lediglich 4,2 % betrug, was nicht auf einen massenhaften Arbeitsplatzverlust hindeutet, bleiben die Sorgen bestehen. Weitere Umfragedaten, etwa die des Weltwirtschaftsforums (WEF), schätzen, dass KI bis 2025 weltweit 97 Millionen neue Arbeitsplätze schaffen, zugleich aber 85 Millionen bestehende Stellen vernichten wird. Das bedeutet global einen Nettozuwachs von 12 Millionen Arbeitsplätzen, könnte in den USA jedoch zu großen Verschiebungen in Bereichen wie Marketing, Verwaltung oder Produktion führen. Eine Umfrage von ResumeBuilder aus dem Jahr 2023 zeigte beispielsweise, dass 37 % der Arbeitgeber bereits aufgrund der KI-Automatisierung Mitarbeiter entlassen haben und Unternehmen wie Duolingo oder Amazon planen, einige Tätigkeiten durch diese Technologie zu ersetzen.
Sorgen vor politischem Chaos und weiteren Risiken
Nicht nur die Arbeitsplätze, sondern auch die Politik bereitet den Amerikanern Sorgen. Ganze 77 % der Befragten fürchten, dass KI missbraucht werden könnte, um politisches Chaos auszulösen. Das hängt damit zusammen, dass die Technologie zur Erstellung realistischer Videos erfundener Ereignisse eingesetzt wird. So teilte Präsident Donald Trump im vergangenen Monat in den sozialen Medien ein KI-generiertes Video, in dem der ehemalige Präsident Barack Obama verhaftet wurde – ein Ereignis, das nie stattgefunden hat. Solche Beispiele zeigen, wie KI Desinformationen verbreiten kann.
Eine weitere große Sorge ist der militärische Einsatz von KI. Laut der Umfrage sagen 48 % der Befragten, die Regierung solle KI niemals zur Bestimmung von Zielen militärischer Angriffe einsetzen, während dies nur 24 % befürworten und 28 % unsicher sind. Darüber hinaus sorgen sich 61 % der Befragten wegen des enormen Stromverbrauchs, den KI erfordert. Google gab kürzlich Vereinbarungen mit zwei US-amerikanischen Energieunternehmen bekannt, um den Verbrauch seiner Rechenzentren zu Spitzenzeiten zu senken. Und 66 % der Menschen befürchten, dass echte menschliche Beziehungen durch KI-Begleiter ersetzt werden, was mit der Kritik zusammenhängt, dass KI-Bots romantische Gespräche mit Kindern führen oder falsche medizinische Informationen verbreiten.
KI verändert Bildung und Arbeitsmarkt
Die Umfrage befasste sich auch mit dem Bildungswesen: 36 % der Befragten glauben, dass KI es verbessern wird, während 40 % dem widersprechen und der Rest unsicher ist. Auf dem Arbeitsmarkt zeigt sich, dass sich die Qualifikationsanforderungen in von KI beeinflussten Berufen um 66 Prozent schneller verändern als in traditionellen Tätigkeitsfeldern. Interessanterweise sank der Anteil der Arbeitsplätze, für die ein Hochschulabschluss erforderlich ist, zwischen 2019 und 2024 von 66 auf 59 %, was darauf hindeutet, dass KI mehr Menschen ohne formale Ausbildung neue Möglichkeiten eröffnet.
Weitere Investitionen in KI, wie die geplante Fabrik für Rechenzentrumsausrüstung von Foxconn und SoftBank in Ohio, zeigen, dass die Technologie schnell wächst. Die USA und China konkurrieren um die Vorherrschaft bei KI, was die nationale Sicherheitspolitik beeinflusst. Experten, darunter der KI-Berater des Weißen Hauses, erwarten keine „riesige Welle der Arbeitslosigkeit“ allein aufgrund von KI, betonen jedoch die Notwendigkeit zur Anpassung.
Auswirkungen auf die Zukunft
Diese Umfrage von Reuters/Ipsos, über die die Journalisten Jason Lange und Alexandra Alper berichteten, unterstreicht, dass KI zwar Innovationen mit sich bringt, zugleich aber auch tiefgreifende Sorgen auslöst. Die Menschen fürchten nicht nur den Verlust von Arbeitsplätzen, sondern auch die umfassenderen Auswirkungen auf die Gesellschaft. Dennoch deuten die Daten darauf hin, dass KI neue Chancen schaffen kann, wenn sich die Arbeitnehmer anpassen. In den USA steigt die Nachfrage nach Positionen wie Ingenieuren für maschinelles Lernen; das Land stellt fast 30 Prozent aller neuen KI-Stellenangebote weltweit. Es ist wichtig zu beobachten, wie sich diese Trends entwickeln, um Risiken zu minimieren und Vorteile zu maximieren.



