In der heutigen Welt der künstlichen Intelligenz schließen sich große Unternehmen für gewaltige Projekte zusammen, doch plötzlich entscheiden die Investoren, dass dies nicht der richtige Weg ist. Genau das geschieht derzeit rund um Sam Altman, den durch ChatGPT bekannten Chef von OpenAI. Seine Geschäftspartner wie SoftBank Group Corp. und Oracle Corp. erleben schwere Zeiten an der Börse
Kurseinbruch bei SoftBank und Oracle
Die Aktien der japanischen Technologiegesellschaft SoftBank Group Corp. sind seit Ende Oktober um 40 % gefallen. Das ist ein gewaltiger Einbruch. SoftBank wird von seinem für mutige Investitionen bekannten Vorstandsvorsitzenden Masayoshi Son geführt. Auch die Aktien von Oracle Corp., einem traditionsreichen Unternehmen für Datenbanksoftware, haben sämtliche seit Anfang September erzielten Gewinne wieder eingebüßt. Damals kündigte Oracle eine große Vereinbarung mit OpenAI Inc. über Rechenleistung im Wert von 300 Milliarden Dollar (etwa 6,9 Billionen CZK) an. Diese Vereinbarung verlieh Oracle einen sogenannten "KI-Halo" – eine Art Glanz der künstlichen Intelligenz, der Investoren anzog.
Diese drei Unternehmen – SoftBank, Oracle und OpenAI – sind Partner bei einem riesigen Projekt namens Stargate. Dabei handelt es sich um eine Infrastruktur für künstliche Intelligenz (KI) im Wert von 500 Milliarden Dollar (etwa 11,5 Billionen CZK). Ziel ist es, Rechenzentren in den gesamten Vereinigten Staaten zu errichten. Dieses Projekt soll OpenAI dabei helfen, im KI-Bereich weiter voranzukommen. Doch die Investoren beginnen nun, an der Vormachtstellung von OpenAI in diesem Wettlauf zu zweifeln. Stattdessen wenden sie sich anderen Akteuren zu, was gerade diesen Partnern schadet.
Vereinbarung zwischen Son und Altman
Im März vereinbarte Masayoshi Son mit Sam Altman eine riskante Investition. SoftBank sagte zu, bis zum Jahresende 30 Milliarden Dollar (etwa 690 Milliarden CZK) in OpenAI zu investieren. Diese Vereinbarung sollte die Zusammenarbeit stärken, doch jetzt, da sich die Investoren im KI-Wettlauf für eine Seite entscheiden, wendet sie sich gegen die Beteiligten. SoftBank und Oracle zahlen den Preis für ihre Nähe zu Altman, weil sich der Markt anderweitig orientiert.
Quelle: bloomberg.com



